Die Textil-EPR rückt näher. Künftig sollen Hersteller, Importeure und Händler stärker für den gesamten Lebenszyklus ihrer Textilien verantwortlich sein. Die EU-Mitgliedstaaten müssen dafür bis April 2028 verbindliche Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung einführen. 

Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt auch die Situation in Österreich: 2023 fielen rund 213.000 Tonnen Textilabfälle an. Lediglich 24 Prozent davon wurden getrennt gesammelt. Ein großer Teil der Alttextilien gelangt damit noch nicht in geeignete Prozesse für Wiederverwendung und hochwertiges Textilrecycling. 

Für uns war daher der aktuelle Austausch im Rahmen eines von CIRCULAR REPUBLIC koordinierten Multistakeholder-Prozesses ein wichtiger Auftakt. Mehr als 20 Organisationen aus der gesamten textilen Wertschöpfungskette haben gemeinsam daran gearbeitet, welche Rahmenbedingungen ein leistungsfähiges EPR-System benötigt. Beteiligt waren Unternehmen und Organisationen aus Produktion, Handel, Sammlung, Sortierung, Recycling und Materialinnovation. 

Im Mittelpunkt standen unter anderem klare gemeinsame Standards, ein wettbewerblich organisiertes System, gezielte Forschungsförderung sowie nachvollziehbare Ziele für echtes Textil-zu-Textil-Recycling. Entscheidend wird sein, Verantwortung nicht nur formal zu definieren, sondern Sammlung, Sortierung und Verwertung so aufeinander abzustimmen, dass funktionierende Materialkreisläufe entstehen können. 

Wir beschäftigen uns bereits intensiv mit der kommenden erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien und bringen unsere Erfahrung aus EPR-Systemen und Kreislaufwirtschaft in die Diskussion ein. In den kommenden Ausgaben unserer Interzero Insights halten wir Sie über die weitere Entwicklung und die konkreten Auswirkungen für Unternehmen in Österreich auf dem Laufenden. 

Quelle der österreichischen Abfalldaten: BMLUK, Abfallwirtschaft 2025.

Aktuelle News

PPWR ab 12. August 2026:
Unsere FAQ geben Orientierung für die nächsten Schritte

Was passiert mit Ihren Lizenzentgelten und Verpackungen nach dem Gebrauch?
Wer Verpackungen in Österreich in Verkehr bringt, ist verantwortlich für deren Sammlung und Verwertung.

Raus aus der Verschwendungsgesellschaft:
Warum Kreislaufwirtschaft jetzt Umsetzung braucht

Lebensmittelverschwendung reduzieren:
Allianz Summit zeigt Ansätze entlang der Wertschöpfungskette


Über Interzero:

Interzero ist einer der führenden Dienstleister rund um die Schließung von Produkt-, Material- und Logistikkreisläufen sowie Innovationsführer im Kunststoffrecycling mit der größten Sortierkapazität Europas. Unter dem Leitgedanken „zero waste solutions“ unterstützt das Unternehmen über 80.000 Kunden europaweit beim verantwortungsbewussten Umgang mit Wertstoffen und hilft ihnen so, ihre eigene Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern und Primärressourcen zu schonen. Mit rund 2.000 Mitarbeiter*innen erzielt das Unternehmen einen Umsatz von über einer Milliarde Euro (2021). Durch die Recyclingaktivitäten von Interzero konnten laut Fraunhofer UMSICHT allein im Jahr 2024 1,04 Millionen Tonnen Treibhausgase und 8,09 Millionen Tonnen Primärrohstoffe gegenüber der Primärproduktion eingespart werden. Als Vorreiter für zirkuläre Wirtschaft ist Interzero Träger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2024 sowie dem zugehörigen Sonderpreis im Transformationsfeld „Ressourcen“. Weitere Informationen finden Sie unter www.interzero.at.

Mehr erfahren Sie in unsere aktuellen Broschüre zu „resources SAVED by recycling

Kontakt

Sie haben noch Fragen? Wir sind für Sie da! 

zerowaste@interzero.at

    Firmenanschrift

    Interzero Circular Solutions Europe GmbH
    Vorgartenstraße 206C
    1020 Wien, Österreich
    +43 1 714 2005 0
    www.interzero.at
    office@interzero.at

    Soziale Netzwerke
    Getestet und Ausgezeichnet