Doch was geschieht eigentlich mit diesen Mitteln? Und welchen Weg nehmen Verpackungen, nachdem sie von Konsument:innen im Gelben Sack/der Gelben Tonne, dem Altglas- oder Altpapiercontainer oder beim Altstoffsammelzentrum entsorgt wurden?

Viele Unternehmen kennen ihre gesetzlichen Verpflichtungen in Bezug auf Verpackungen. Die Abläufe hinter Sammlung, Sortierung und Verwertung stehen jedoch selten im Fokus. Dabei bildet genau dieses System die Grundlage für funktionierende Kreislaufwirtschaft in Österreich. 

 

Von der Lizenzierung zur Kreislaufwirtschaft 

Die sogenannte Erweiterte Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility – EPR) verpflichtet Unternehmen dazu, Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus ihrer in Verkehr gesetzten Verpackungen, insbesondere der Sammlung und Verwertung, zu übernehmen. 

In der Praxis schließen sich Unternehmen einem Sammel- und Verwertungssystem an und entrichten dafür Lizenzentgelte. Die Höhe richtet sich unter anderem nach Materialart und Menge der in Verkehr gebrachten Verpackungen. 

Diese Mittel werden für die Organisation und Finanzierung der Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen sowie für weitere Bereiche wie beispielsweise Öffentlichkeitsarbeit und die Förderung der Abfallvermeidung eingesetzt. Ziel ist es, gesetzliche Recycling- und Verwertungsquoten zu erfüllen und Wertstoffe möglichst effizient wieder in den Kreislauf zurückzuführen. 

 

Der Weg Ihrer Verpackungen 

Nachdem eine Verpackung verwendet wurde, beginnt ihr Weg zurück in den Wertstoffkreislauf: 

1. Getrennte Sammlung 

Verpackungen werden über Gelben Sack bzw. Gelbe Tonne, Altglas- oder Altpapiercontainer getrennt erfasst. 

2. Transport und Sortierung 

Die getrennt gesammelten Verpackungen werden zu Sortieranlagen transportiert und nach Materialarten und Qualitäten getrennt. 

3. Verwertung 

Recyclingfähige Materialien werden aufbereitet und als Sekundärrohstoffe wieder in Produktionsprozesse eingebracht. Nicht recyclingfähige Anteile werden energetisch verwertet. 

4. Rückführung in den Kreislauf 

Aus den gewonnenen Rohstoffen entstehen neue Produkte und Verpackungen. Dadurch werden Primärrohstoffe geschont und Ressourcen im Kreislauf gehalten. 

 

Wer organisiert die Sammlung? 

Damit Verpackungen österreichweit gesammelt und verwertet werden können, braucht es ein klar geregeltes System. 

Die genehmigten Sammel- und Verwertungssysteme übernehmen die organisatorische Verantwortung für die ihnen zugteilten Sammelmengen an Verpackungen. Sie koordinieren die Abläufe, finanzieren die Leistungen und stellen sicher, dass die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden. 

Für die Haushaltssammlung werden den Sammel- und Verwertungssystemen im Rahmen eines gesetzlich geregelten Verfahrens alle 5 Jahre Sammelregionen entsprechend ihrer Marktanteile zugelost. 

Die Systeme führen die Sammlung jedoch nicht selbst durch. Stattdessen schreiben sie die erforderlichen Sammelleistungen aus und beauftragen qualifizierte Sammel- und Entsorgungsunternehmen mit der operativen Durchführung. 

Aktuell bereiten die Sammel- und Verwertungssysteme bereits die Ausschreibungsperiode für den Leistungszeitraum 2028 bis 2032 vor. Damit wird sichergestellt, dass die Sammlung auch künftig flächendeckend, effizient und entsprechend den gesetzlichen Vorgaben organisiert werden kann. 

 

Warum das System künftig noch wichtiger wird 

Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) steigen die Anforderungen an Recyclingfähigkeit, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft weiter an. 

Für Unternehmen bedeutet das, Verpackungen künftig noch stärker über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu betrachten – von der Entwicklung über die Nutzung bis zur Sammlung und Verwertung. 

Funktionierende Sammel- und Verwertungssysteme schaffen dafür die notwendige Grundlage und sorgen dafür, dass aus gebrauchten Verpackungen wieder wertvolle Rohstoffe werden können.

Aktuelle News

Lebensmitteltaugliche Rezyklate aus dem Gelben Sack:
Interzero schafft neue Perspektiven für Verpackungskreisläufe

Future Resources 2026:
Was die Verpackungsbranche jetzt für die Umsetzung der PPWR braucht

Raus aus der Verschwendungsgesellschaft:
Warum Kreislaufwirtschaft jetzt Umsetzung braucht

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Allianz Summit zeigt Ansätze entlang der Wertschöpfungskette


Über Interzero:

Interzero ist einer der führenden Dienstleister rund um die Schließung von Produkt-, Material- und Logistikkreisläufen sowie Innovationsführer im Kunststoffrecycling mit der größten Sortierkapazität Europas. Unter dem Leitgedanken „zero waste solutions“ unterstützt das Unternehmen über 80.000 Kunden europaweit beim verantwortungsbewussten Umgang mit Wertstoffen und hilft ihnen so, ihre eigene Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern und Primärressourcen zu schonen. Mit rund 2.000 Mitarbeiter*innen erzielt das Unternehmen einen Umsatz von über einer Milliarde Euro (2021). Durch die Recyclingaktivitäten von Interzero konnten laut Fraunhofer UMSICHT allein im Jahr 2024 1,04 Millionen Tonnen Treibhausgase und 8,09 Millionen Tonnen Primärrohstoffe gegenüber der Primärproduktion eingespart werden. Als Vorreiter für zirkuläre Wirtschaft ist Interzero Träger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2024 sowie dem zugehörigen Sonderpreis im Transformationsfeld „Ressourcen“. Weitere Informationen finden Sie unter www.interzero.at.

Mehr erfahren Sie in unsere aktuellen Broschüre zu „resources SAVED by recycling

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