Auswirkungen der neuen Sammlung auf Recycling: Das Potenzial des Gelben Sack

Seit 1. Jänner 2025 werden Kunststoff- und Metallverpackungen in Österreich einheitlich im Gelben Sack bzw. in der Gelben Tonne gesammelt. Ziel der Umstellung war eine einfachere Handhabung für Haushalte und bessere Voraussetzungen für eine hochwertige Sortierung. Moderne Sortiertechnologien ermöglichen heute, die unterschiedlichen Materialströme präzise zu trennen und für das Recycling nutzbar zu machen. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigen: Die gemeinsame Sammlung wird breit akzeptiert und als praktikabel wahrgenommen.

Parallel zur neuen gemeinsamen Sammlung wurde mit Jahresbeginn 2025 auch das Einwegpfand für Kunststoffgetränkeflaschen und Getränkedosen eingeführt. Diese Verpackungen werden seither über ein eigenes Rücknahmesystem erfasst und nicht mehr über den Gelben Sack gesammelt.

Pfandsystem verlagert Sammlung von Verpackungen

Diese zeitgleiche Umstellung wirkt sich sichtbar auf die Sammelmengen aus: Für das Übergangsjahr 2025 rechnet Interzero Austria mit einem Rückgang der im Gelben Sack bzw. in der Gelben Tonne erfassten Verpackungen um rund 7 %. Während im Jahr 2024 noch 231.000 Tonnen gesammelt wurden, geht die aktuelle Hochrechnung für 2025 von 214.000 Tonnen aus. Der Rückgang ist dabei eine direkte Folge der Verlagerung bestimmter Verpackungen in das Pfandsystem, nicht eines geringeren Sammelverhaltens.

Für Unternehmen ist diese Entwicklung aus zwei Gründen relevant: Erstens verbessert eine saubere, flächendeckende Sammlung die Qualität der verfügbaren Rezyklate. Zweitens wird sichtbar, dass Kreislaufwirtschaft nicht an der Sammlung endet. Entscheidend ist, was danach passiert – also wie die gewonnenen Materialien wieder in geeignete Anwendungen zurückgeführt werden können. Genau hier setzt Interzero an: mit einem ganzheitlichen Ansatz von der Sammlung über die Sortierung bis zur konkreten Anwendung in neuen Produkten.

Wie leistungsfähig und vielseitig Recyclingkunststoffe aus dem Gelben Sack heute eingesetzt werden können, zeigt ein internationales Fallbeispiel aus der Kosmetikindustrie. Gemeinsam mit Interzero hat La Biosthétique Verpackungen aus Post-Consumer-Rezyklat entwickelt, die höchsten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen entsprechen. Das Beispiel macht greifbar, welches Potenzial in der richtigen Nutzung gesammelter Materialien steckt und wie Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktionieren kann.

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Über Interzero:

Interzero ist einer der führenden Dienstleister rund um die Schließung von Produkt-, Material- und Logistikkreisläufen sowie Innovationsführer im Kunststoffrecycling mit der größten Sortierkapazität Europas. Unter dem Leitgedanken „zero waste solutions“ unterstützt das Unternehmen über 80.000 Kunden europaweit beim verantwortungsbewussten Umgang mit Wertstoffen und hilft ihnen so, ihre eigene Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern und Primärressourcen zu schonen. Mit rund 2.000 Mitarbeiter*innen erzielt das Unternehmen einen Umsatz von über einer Milliarde Euro (2021). Durch die Recyclingaktivitäten von Interzero konnten laut Fraunhofer UMSICHT allein im Jahr 2024 1,04 Millionen Tonnen Treibhausgase und 8,09 Millionen Tonnen Primärrohstoffe gegenüber der Primärproduktion eingespart werden. Als Vorreiter für zirkuläre Wirtschaft ist Interzero Träger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2024 sowie dem zugehörigen Sonderpreis im Transformationsfeld „Ressourcen“. Weitere Informationen finden Sie unter www.interzero.at.

Mehr erfahren Sie in unsere aktuellen Broschüre zu „resources SAVED by recycling

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